
Zero-Waste: Mit weniger Abfall mehr erreichen
8 Min. Lesezeit
Zero-Waste bezeichnet einen Ansatz, der auf konsequente Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling von Ressourcen abzielt. Angesichts des hohen Müllaufkommens – insbesondere in Deutschland – setzen immer mehr Unternehmen auf Zero-Waste, um Kosten zu senken, Ressourcen effizienter zu nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie ihr Image zu verbessern. Zentrale Prinzipien sind verantwortungsvolle Produktion, Reduktion von Verpackungen und Emissionen sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen. Unternehmen profitieren dabei unter anderem von geringeren Kosten, einer zirkulären Wertschöpfung und der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise durch Analyse der Abfallströme, klare Ziele, Einbindung der Mitarbeitenden und Investitionen in nachhaltige Technologien. Tissue Expert zeigt beispielhaft, wie Zero-Waste durch den Einsatz recycelter Materialien, moderne Produktion und Partnerschaften erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann.
Zero-Waste ist das Trendwort der Stunde – und wird es auch für die nächsten Jahre bleiben. Vor allem wenn man bedenkt, dass Deutschland mit einem Pro-Kopf-Müllaufkommen von 632 Kilogramm pro Jahr in Europa auf Platz 4 liegt. Damit landet Deutschland fast auf dem Podest. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, verschreiben sich immer mehr Unternehmen dem Zero-Waste Ansatz.
Mit der Zero-Waste Kultur streben Unternehmen eine weitestgehende Reduktion von Restabfällen und geschlossene Stoffkreisläufe an. Ziel sind zunächst die Müllreduktion, ein effizientes Abfallmanagement und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit. Was Zero-Waste bedeutet und welche Vorteile die Zero-Waste Kultur mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Zero-Waste – das steckt dahinter
Die „Zero-Waste Era“ stößt ein Umdenken an. Zero-Waste im Alltag ist für viele Privatpersonen zur Devise geworden. Doch hinter dem Begriff verbirgt sich nicht nur ein Lebensstil, der ausschließlich das Privatleben betrifft.
Vielmehr setzen nun auch Unternehmen auf konsequente „Low Waste“-Praktiken und zirkuläres Wirtschaften. Früher diente das Bestreben, ein nachhaltiges Unternehmen zu sein, vorrangig der Imageverbesserung. Mittlerweile aber haben Unternehmen erkannt, dass „0 Waste“ nicht das Ansehen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit steigert.
Laut der Zero-Waste International Alliance lässt sich Zero-Waste wie folgt definieren:
„Zero-Waste ist die Bewahrung aller Ressourcen mittels verantwortungsvoller Produktion, Konsum, Wiederverwendung und Rückgewinnung von Produkten, Verpackungen und Materialien ohne Verbrennung und ohne Absonderungen zu Land, Wasser oder Luft, welche die Umwelt oder die menschliche Gesundheit bedrohen.“
Das Zero-Waste Konzept steht für:
Verantwortungsvolle Produktion
Abfallvermeidung
Reduktion von Verpackungsmüll
Reduktion von Emissionen
Gewinnung von Rohstoffen aus recycelten Materialien
Wiederverwendung von Materialien
Rückgewinnung von Ressourcen
Ideen, um Zero-Waste zu praktizieren, gibt es unzählige. Zero-Waste lässt sich beim Einkaufen umsetzen, indem man auf nachhaltigere Produkte setzt. Beispielsweise können Kunden auf Bildhinweise achten, die angeben, ob ein Produkt aus recycelten Materialien hergestellt wurde. Ebenso können Verbraucher auf Mehrwegprodukte setzen oder diese verpackungsfrei erwerben.
Zu den 6 Zero-Waste Regeln für Unternehmen zählen:
1. Vermeidung: Unternehmen streben verpackungsfreie Produkte an oder versuchen, andere Komponenten zu reduzieren, die der Nachhaltigkeit entgegenstehen
2. Trennung: verantwortungsbewusster Konsum, Minimalismus als Zero-Waste Ansatz
3. Wiederverwendung: Wiederverwendung von Materialien und Produkten
4. Up- & Recycling: Abfall wird recycelt und wieder in den Stoffkreislauf eingebracht
5. Kompostierung: organische Abfälle werden kompostiert und wiedereingesetzt statt entsorgt
6. Vergärung: Zersetzung organischer Produkte durch Mikroben
Durch diese Ansätze soll das Entstehen nicht verwertbaren Abfalls minimiert werden, der deponiert oder ohne Rückgewinnung verbrennt würde.
Der anerkannte Standard zur betrieblichen Umsetzung ist die DIN SPEC 91436. Unternehmen können ihr Abfall- und Wertstoffmanagement anhand der Kriterien auditieren und zertifizieren lassen in Bronze-, Silber- oder Gold-Status ab 90 % Umleitungsquote.
Zero-Waste: Die wichtigsten Vorteile für Unternehmen
Zero-Waste ist ein Synonym für verantwortungsvollen Konsum. Damit sind nicht nur die Gewohnheiten im Privatleben, sondern auch die Gewohnheiten und Prozesse im Unternehmen gemeint. Durch die Optimierung derselben können Unternehmen ihrer Konkurrenz den Rang ablaufen. Schließlich bringen Praktiken zur Wiederverwendung und Rückgewinnung von Ressourcen, Müllvermeidung und -reduktion eine Vielzahl von Vorteilen mit sich.
Kostenreduktion: Durch einen nachhaltigeren Ressourceneinsatz und Recycling können Unternehmen Energie-, Abwasser-, Abfall- sowie Emissionskosten reduzieren.
Recycling statt Neugewinnung: Gemeint ist damit die Beschaffung von Rohstoffen durch Recycling statt ausschließlicher Neugewinnung. Dadurch werden auch Produktions- und Beschaffungsprozesse optimiert.
Maximale Ressourcennutzung: Durch den Zero-Waste Ansatz verwandeln Sie Ihren linearen Produktionskreislauf in ein zirkuläres System. Dadurch werden Ressourcen wiederverwendet und recycelt statt entsorgt.
Höhere Preise und Margen: Unternehmen können nachhaltige Produkte zu einem höheren Preis anbieten. Unternehmen können nachprüfbar dokumentierte Nachhaltigkeitsleistungen transparent an ihre Kunden kommunizieren, beispielsweise durch anerkannte Zertifizierungen oder konkrete Faseranteilsangaben auf dem Lieferschein.
Wachsender Markt für nachhaltige Produkte: Der Nachhaltigkeitstrend ist gekommen, um zu bleiben. Dementsprechend verzeichnet der Markt für nachhaltige Produkte ein kontinuierliches Wachstum. Umweltbewusste Kunden ziehen nachhaltige Produkte herkömmlichen Alternativen vor.
Verbessertes Image: Das Zero-Waste Konzept verbessert das Image bei Stakeholdern wie Kunden, Investoren, Businesspartnern sowie Mitarbeitern. Umweltbewusste Unternehmen gelten als verantwortungsbewusster und vertrauenswürdiger. Diese Reputation kann unter anderem die Kundenbindung stärken, was wiederum zu einem höheren Umsatz beitragen kann.
Schritt für Schritt zum Zero-Waste Unternehmen
Wenn Sie Ihr Unternehmen auf Zero-Waste umstellen möchten, können Sie sich an folgender Schritt-für-Schritt-Anleitung orientieren.
1. Prüfen Sie zunächst Ihre Prozesse und Abfallströme. Daraus können Sie ableiten, welche Materialien und Rohstoffe regelmäßig entsorgt werden. Überlegen Sie dann, inwiefern diese Abfallprodukte im Stoffkreislauf wiederverwendet werden können. Möglicherweise ergeben sich daraus Einsparpotenziale, da Sie bestimmte Rohstoffe fortan in geringerer Menge neu bestellen müssen. Daraus ergibt sich eventuell eine Kostenreduktion.
2. Überlegen Sie, ob Materialreste und Nebenprodukte aus Ihrem eigenen Betrieb oder anderen Unternehmen wiederverwendet werden können. Einige Papier- und Hygieneprodukte von Tissue Expert werden beispielsweise aus 100% Altpapier hergestellt.
3. Formulieren Sie SMARTe Ziele. SMART steht für „spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert“. Im ersten Schritt haben Sie Ihre Abfallströme und -mengen analysiert. Anhand dieser Analysen können Sie ableiten, wo Handlungsbedarf besteht. Hierfür können Sie Ziele festlegen und diese mit den Werten Ihrer ersten Analysen vergleichen. Daran lässt sich schnell erkennen, ob und inwiefern Sie Ihr Ressourcenmanagement optimieren.
4. Kleine Schritte in die richtige Richtung: Unternehmen sollten ihre Umwelt-Ziele langsam umsetzen. Die Umstellung auf Zero-Waste erfordert Zeit – es handelt sich dabei um ein langfristiges Projekt.
5. Zero-Waste und Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmenskultur. Schaffen Sie ein Bewusstsein für den Zero-Waste Ansatz auch und vor allem bei Ihren Mitarbeitern. Sie könnten beispielsweise Schulungen und Workshops anbieten. Diese dienen der Sensibilisierung für Themen wie Nachhaltigkeit, Abfallreduktion und -vermeidung, sowie den schonenden Umgang mit Rohstoffen und Arbeitsmitteln.
6. Last but not least: Investieren Sie in Maschinen, die nachhaltige Produktionsverfahren überhaupt erst ermöglichen. Die Anschaffung geht zwar zunächst mit einer hohen Investition einher. Langfristig aber kann diese zu einer Material- und Zeitersparnis beitragen.
Tissue Expert: Unser Zero-Waste Ansatz
Auch Tissue Expert hat sich dem Einsatz innovativer und effizienter Lösungen verschrieben. Ein Großteil unserer Produkte wird in Deutschland hergestellt.
Beispielsweise verwenden wir bei der Herstellung unserer oecolife Handtücher recyceltes Altpapier! Das bestätigt auch die Blaue-Engel Zertifizierung. Dasselbe gilt für unser oecolife Toilettenpapier, welches ebenfalls aus recyceltem Altpapier hergestellt wird. Entsprechend dem Zero-Waste Ansatz bestehen auch unsere Abfallsäcke und Müllbeutel aus zertifiziertem Post-Consumer-Recycling-LDPE (PCR).
Erhältlich sind viele unserer Produkte in Großpackungen und Palettenware, wodurch unsere Kunden gleich doppelt sparen – durch größere Abnahmemengen reduzieren Sie den regelmäßigen Versandweg.
Doch das war noch nicht alles: Die Produkte von Tissue Expert beweisen, dass Produkte aus alternativen Rohstoffen in produktspezifischen Eigenschaften herkömmlichen Produkten aus Frischzellstoff in nichts nachstehen. Stattdessen punkten sie mit hoher Funktionalität und belegbaren Zertifizierungen wie dem Blauen Engel. Einer der größten Kontrahenten von Zero-Waste? Plastik. Tissue Expert kooperiert mit Plastic Bank. Durch diese Partnerschaft wird das Sammeln von Plastikmüll in Küstenregionen gefördert, bevor dieser in die Meere gelangen kann.
Seit 75 Jahren entwickelt unser Expertenteam innovative und qualitativ hochwertige Papier-, Sanitär- und Hygieneprodukte, die den Grundsätzen eines modernen CSR (Corporate Social Responsibility) Managements entsprechen.
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